Für mich persönlich war die Arbeit als Mitglied der Ratsleitung in dieser Legislatur weit mehr als nur interessant und spannend. Sie war eine Aufgabe, die mich gefordert, bereichert und in vielerlei Hinsicht beeindruckt hat. Man erhält Einblicke in Abläufe, Verantwortung und Zusammenarbeit, die von aussen oft kaum sichtbar sind. Man spürt, wie viel Vorbereitung, Sorgfalt und gegenseitiger Respekt nötig sind, damit der Ratsbetrieb gut funktioniert. Diese Aufgabe ausüben zu dürfen, war für mich eine echte Ehre. Und ich würde mich natürlich sehr freuen, diese Arbeit auch in der kommenden Amtsdauer weiterführen zu dürfen – vorausgesetzt, die Wählerinnen und Wähler schenken mir erneut ihr Vertrauen.
Was mich immer wieder beeindruckt: Auch wenn im Gemeinderat kontroverse Ansichten aufeinandertreffen und engagiert diskutiert wird, funktioniert die Zusammenarbeit im Grundsatz sehr gut. Es wird gestritten, argumentiert, manchmal auch gerungen – aber am Ende mit Respekt voreinander und mit dem gemeinsamen Ziel, gute Lösungen für Kloten zu finden. Gerade in einer Zeit, in der man beim Blick in die Welt oft den Eindruck gewinnt, dass vor allem Lautstärke, Polarisierung und gegenseitige Blockade dominieren, ist das alles andere als selbstverständlich. Vielleicht ist es genau das, was unsere lokale Politik so wertvoll macht: dass wir unterschiedlich denken dürfen und trotzdem gemeinsam Verantwortung für unsere Stadt übernehmen.
Wir dürfen uns in der Schweiz glücklich schätzen, Demokratie nicht nur zu beschwören, sondern tatsächlich zu leben. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Demokratie ist kein Zustand, der einfach immer da ist. Sie lebt davon, dass Menschen hinschauen, mitdenken, mitreden und mitentscheiden. Und sie lebt auch davon, dass wir die jüngeren Generationen dafür begeistern, ihr Stimm- und Wahlrecht wahrzunehmen. Dabei sind nicht nur Politik und Schule gefragt, sondern wir alle. Alle Klotenerinnen und Klotener können mithelfen, jungen Menschen zu zeigen, dass Mitbestimmung nicht trocken oder fern ist, sondern etwas Kraftvolles, Sinnvolles und Verbindendes. Denn Demokratie bleibt nur stark, wenn jede Generation bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Genau das tun wir in Kloten – engagiert, sachlich und auf einer starken demokratischen Grundlage.
Darum gilt nicht nur am 12. April 2026, sondern an jedem Abstimmungstermin: wählen gehen, mitbestimmen und danach gerne tief durchatmen. Unsere Demokratie hält das aus – und lebt genau davon.