FDP.Die Liberalen
Kloten
Ortspartei Kloten
19.08.2021

Replik zu den Ausführungen von Töpfer SP und Mishra GLP

Enttäuscht, fassungslos und wütend, so zitiert sich Max Töpfer von der SP Kloten. Anstatt die Volksmeinung zu akzeptieren (es gab ein NEIN zum CO2 Gesetz, auch ich hatte Ja gestimmt), stellt er die Klimapolitik der Schweiz als einen Scherbenhaufen dar.

Dies ist schlicht und einfach falsch. Ich persönlich finde es ausserdem äusserst zynisch, dass ein Klotener Politiker in den Stürmen, Hochwassern und Waldbränden die Bestätigung seiner eigenen klimapolitischen „Weitsicht“ sieht und so Wetterereignisse instrumentalisiert. Ganz nach dem Motto «wir haben es ja schon immer gewusst». Das Klima ändert sich weltweit nicht durch eine nationale Politik und schon gar nicht mit der neuesten ideologischen kommunalen Brechstange namens Klimainitiative, die dem Souverän von Kloten im September vorgelegt wird. Ausser 2.89 Mio CHF, welche der Steuerzahler in Kloten beispielsweise in Energiezertifikate investieren muss - welche überhaupt keinen ökologischen Effekt haben - und die Arbeit der Energiekommission von Kloten in Frage stellen, bringt diese Initiative nichts. In das gleiche Horn stösst auch Kim Mishra, wenn er frustriert kundtut, dass die Klotener Volksinitiative „für ein nachhaltiges Kloten“ - welche lediglich ein Preisschild aber keine Lösungen beinhaltete - nicht angenommen wurde. Denn im Gegensatz zu dieser Initiative mündete die Klotener Volksabstimmung in der Annahme des bürgerlichen Gegen-vorschlags, der neben den ökologischen, auch die wirtschaftlichen und sozialen Gegebenheiten beleuchtet.

In Kloten arbeitet die obengenannte und auf dem bürgerlichen Gegenvorschlag zur GLP-Initiative basierende Energiekommission an Lösungen, die aus verschiedenen ökologischen Massnahmen bestehen. In Kloten sind wir bereits jetzt in den Treibhausgasemissionen bei 5.8 Tonnen im Vergleich zum CH-Durchschnitt von 6.5 Tonnen pro Kopf, der Anteil an Heizöl sinkt kontinuierlich - während der Anteil an erneuerbaren Energien zunimmt -, bei der Primärenergie liegt Kloten durch komplette Umstellung auf reinen Wasserstrom mit 3'500 Watt über 27% unter dem Schweizer Mittel und bei der Nutzung der Endenergie liegt Kloten mit knapp 25 MWH pro Einwohner und Jahr ebenfalls unter diesem Mittel. Das gefällt gewissen Ideologen trotz allem nicht, denn sie wollen vor allem eines: schlechtreden. So prophezeien sie Asphaltwüsten, dabei haben wir im Bereich der Grünflächen in Kloten eine der höchsten kantonalen Quoten.

Um noch ein letztes Mal auf den bürgerlichen Gegenvorschlag zurückzukommen: wie vom Souverän gewünscht betont dieser auch die wirtschaftliche und soziale Nachhaltigkeit – das ist weiterhin gut und richtig so, denn der Energieumbau muss auch für die einkommensschwache Bevölkerung finanzierbar bleiben. Wenn Töpfer weiter das Velofahren als Allerheilmittel hochlobt, vergisst er, dass es viele Personen und Firmen gibt, die auf ein Auto angewiesen sind. Auch dies gilt es zu berücksichtigen.
Peter Nabholz

Gemeinderat FDP.Die Liberalen Kloten

 

Peter Nabholz