FDP.Die Liberalen
Kloten
Ortspartei Kloten
25.04.2019

Links-grüne Doppelzüngigkeit

Ich beziehe mich auf die Unterland Zeitung vom 10. April zu Klotens hohen Steuereinnahmen, nicht zuletzt dank des Flughafens. «Wir nehmen das Geld gerne» posaunt Priska Seiler Graf (SP). «Wir brauchen das Geld» macht Regula Kaeser Stöckli (Grüne) die hohle Hand.

Überraschende Aussagen von Stadträtinnen, die den Flughafen mit einer Petition von 22 bis 7 Uhr stilllegen oder wie an anderer Stelle gehört am liebsten mit Wasser fluten wollen.

Rund zwei Drittel von Klotens Steuereinnahmen kommen von juristischen Personen, massgeblich getragen vom Flughafen und der Swiss. 27'315 Arbeitsplätze, davon 650 Ausbildungsplätze, stellen Unternehmen am Flughafen zur Verfügung. Über 100 Berufe sind vertreten. Von den täglich 12'000 Übernachtungsgästen profitieren Tourismus, Hotels und Gastronomie sowie andere Marktteilnehmer.

Ich halte es für hochgradig doppelzüngig, wie die beiden Stadträtinnen mit ihrem typisch links-grünen Gutmenschentum «frohen Mutes» die Steuereinnahmen vom Flughafen und der Swiss entgegennehmen und gleichzeitig eine flughafenfeindliche Politik betreiben.

Eines der Legislaturziele des Klotener Stadtrates ist, Partner des Flughafens zu sein und sich für eine fruchtbare Koexistenz einzusetzen. Stadträtin Seiler Graf ist gleichzeitig Co-Präsidentin von KLUG (Koalition Luftverkehr Umwelt und Gesundheit), einem Verband, der die Bevölkerung vor Fluglärm schützen will. Ein hehres Ziel. Jede Person in der Schweiz soll und darf ihre politische Einstellung haben. Wenn aber eine Verbandsfunktion einem Legislaturziel einer Kollegialbehörde wie dem Klotener Stadtrat diametral entgegensteht, besteht ein nicht vereinbarer Interessenskonflikt. „Tanzen auf zwei Hochzeiten gleichzeitig“ sagt der Volksmund.

In der Flughafenregion wohnen nicht nur Fluglärmgegner. Es gibt auch viele Anwohner, die gerne hier wohnen (ich zum Beispiel wohne in der Ostanflugschneise) und den Flughafen für seine abwechslungsreichen, attraktiven Arbeitsplätze sowie erstklassigen Verkehrsverbindungen zu Luft und Schiene schätzen. Auch diese Klientel ist meiner Meinung nach schützenswert, nicht zuletzt aus marktwirtschaftlicher Sicht.

Die beiden Stadträtinnen erwähnen, dass ihnen das Swissair-Grounding nachwievor in den Knochen steckt. Sie arbeiten aber mit ihrem politischen Verhalten auf eine krasse Marktbenachteiligung unseres Flughafens und der von ihm abhängigen Firmen und Betriebe hin.

Die heutige Nachtflugsperre von 23 bis 6 Uhr stellt höchste logistische Anforderungen an den Flughafen und die Fluggesellschaften. Eine weitere Verlängerung ist kategorisch abzulehnen. Wir brauchen einen leistungsfähigen Flughafen mit internationaler Ausstrahlung und attraktiven Verbindungen. Tragen wir ihm auch zukünftig echt Sorge!

Peter Nabholz,

Gemeinderat FDP.Die Liberalen Kloten