FDP.Die Liberalen
Kloten
25.05.2017

Verkehr

Positionspapier FDP.Die Liberalen Kloten 2014-2018

Aktuelle Situation in Kloten
Kloten zählt rund 18'000 Einwohner. Dazu kommen ca. 32'500 Arbeitsplätze. Tausende von Pendlern bewegen sich täglich nach und durch Kloten bzw. an den Flughafen.
Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs hat einen hohen Standard erreicht. Kloten verfügt über drei Bahnhöfe. Zudem deckt das heutige Busnetz das Stadtgebiet weitestgehend ab.
Im Bereich des motorisierten Individualverkehrs ist Kloten zwar gut ans regionale und nationale Strassen- und Autobahnnetz angeschlossen. Die Strassen sind aufgrund des grossen Aufkommens von Pendler- und Transitverkehr jedoch stark belastet. Auf den Ein- und Ausfallachsen (namentlich Bülacher-/Lufingerstrasse, Schaffhauserstrasse und Dorf-/Linden-/Industrie-/Bassersdorferstrasse) und an neuralgischen Punkten wie der Kreuzung Wilder Mann kommt es regelmässig zu langen Rückstaus.

Kernbotschaft
Kloten verfügt über eine erstklassige Verkehrsinfrastruktur und berücksichtigt gleicher-massen die Ansprüche des öffentlichen Verkehrs und des motorisierten Individualverkehrs.

Forderungen und Massnahmen

  • Für die S-Bahnlinie 7 ist mittelfristig der 15-Minuten-Takt anzustreben. Der hierfür nötige Ausbau auf zwei Gleise im Anschluss an die Kapazitätserhöhung mit der Durchmesserlinie Oerlikon ist als strategisches Ziel weiterzuverfolgen. Zur Behebung des östlich von Kloten bestehenden Engpasses auf der Achse Hürlistein-Effretikon-Winterthur ist der Brüttener Tunnel als strategisches Ziel weiterzuverfolgen.
  • Das Projekt „Glatttalbahn plus“ mit Verlängerung des Anschlusses ab Fracht/Flughafen in und durch das Stadtzentrum von Kloten sowie weiter nach Bassersdorf ist zu unterstützen. Die Streckenführung soll vorzugsweise ebenerdig zu liegen kommen.
  • Es ist dafür zu kämpfen, dass die nördlich zu liegen kommende Umfahrungsautobahn A10 in den strategischen Infrastrukturentwicklungsplänen des Bundes beibehalten wird. Die weitestgehende Untertunnelung der Streckenführung mit dem vollumfänglichen Erhalt von Wohnqualität und Naherholungsgebieten ist zu begrüssen.
  • Der motorisierte Individualverkehr ist sowohl im Stadtzentrum als auch in den Quartieren fliessen zu lassen. Wo immer baulich möglich, sind Bushaltestellen als „Inseln“ neben der Fahrspur anzulegen.
  • Tempo-30-Zonen sind ausschliesslich in sicherheitsrelevanten Bereichen (z.B. Kindergarten/ Schulhaus, vereinzelte Wohnquartierstrassen) sowie gegebenenfalls im Stadtkern in unmittelbarer Nähe der geplanten, klein gehaltenen Fussgängerzone beim Square zu befürworten. Weitergehende generelle Tempo- und/oder Zufahrtsbeschränkungen für den motorisierten Individualverkehr in ganzen Quartieren oder im Stadtzentrum sind strikt abzulehnen.
  • Im Zusammenhang mit der Entwicklung des Bahnhofgebiets ist eine Entflechtung der Verkehrs- und Passantenströme an der Lindenstrasse anzustreben (z.B. Verlängerung/Weiter-führung Personenunterführung Breiti-/Linden-/Bahnhofstrasse). Eine generelle Abklassierung der wichtigen Achse Lindenstrasse ist abzulehnen, da über die Schaffhauserstrasse und die Kreuzung Wilder Mann kein Mehrverkehr abgeführt werden kann. Diese Strecke ist im Gegenteil bereits heute chronisch überlastet.
  • Gemeinsam mit dem Partner SBB ist eine bauliche und gestalterische Aufwertung des Bahnhofs Kloten SBB anzustreben.
  • In der festgefahrenen Situation um die vorübergehend geschlossene Eigentalstrasse ist für eine Wiederöffnung für den gesamten motorisierten Verkehr, Autos und Lastwagen, zu kämpfen. Das Fehlen dieser wichtigen Verbindungsachse führt zu unnötig langen Umwegen über die ohnehin schon überlastete Achse Lufingen/Kloten/Bassersdorf und damit zu vermeidbaren zusätzlichen Umweltbelastungen.
  • Die Ablösung von weiteren bestehenden Lichtsignalanlagen oder gefährlichen Kreuzungen durch Kreisel ist situativ zu prüfen.
  • Die bestehende Parkplatzzahl ist vollumfänglich zu erhalten, insbesondere auch in unmittelbarer Nähe zum Stadtkern rund um den Square. Die Schaffung weiterer sinnvoller unterirdischer und/oder ebenerdiger Parkplatzflächen in Abhängigkeit zur Anziehungskraft neuer Projekte im Zuge der Zentrumsentwicklung ist mit Nachdruck zu unterstützen. Das Gewerbe ist auf gut erschlossene Parkmöglichkeiten für seine Kunden angewiesen. Im weiteren verursacht der Suchverkehr unnötige Emissionen.
  • Die zuständigen Behörden werden aufgefordert, Baustellen besser zu koordinieren und aufeinander abzustimmen.