FDP.Die Liberalen
Kloten
25.05.2017

Stadtentwicklung und Umwelt

Positionspapier FDP.Die Liberalen Kloten 2014-2018

Aktuelle Situation in Kloten
Kloten ist in der schwierigen Lage, über keine weiteren eingezonten grösseren Landreserven mehr zu verfügen. Dies stellt hohe Anforderungen an ein qualitatives Wachstum. Im Fokus steht eine vernünftig und verantwortungsbewusst umgesetzte innere Verdichtung. Ausserdem sieht sich Kloten mit immer strikteren Richtlinien im Zusammenhang mit dem Fluglärm konfrontiert. Die revidierte Bau- und Zonenordnung hat in den letzten Jahren erfreulicherweise zu einer gewissen Planungssicherheit geführt. Das Korsett indessen bleibt eng geschnürt.Trotz Agglomerationslage verfügt Kloten über verschiedene Naherholungsgebiete.

Kernbotschaft
Kloten ist eine weltoffene, moderne Stadt mit urbanem Charakter und vielfältigem Dienst-leistungsangebot. Kloten trägt der Umwelt Sorge und verfügt über intakte Naherholungsgebiete.

Forderungen und Massnahmen

  • Die städtebaulichen Interessen von Kloten sind auch nach Genehmigung der neuen Bau- und Zonenordnung weiterhin mit Nachdruck in den Entwicklungsprozess einzubringen. Es ist dafür zu kämpfen, dass übergeordnete Rahmenbedingungen (z.B. Lärmschutzgesetzgebung) nicht zu einem blockierenden Korsett werden, sondern als verhältnismässige Massnahmen umsetzbar sind.
  • Der zunehmenden Zersiedelung ist Einhalt zu gebieten. Regionale Negativbeispiele wie die Bausünden im Bereich Bülach-Süd/Bachenbülach sollen dabei als Spiegel dienen.
  • Die bestehenden zahlreichen Naherholungsgebiete sind zu erhalten. Eine intakte und lebensfähige Umwelt bildet die Lebensgrundlage kommender Generationen.
  • Zur baulichen Zentrumsentwicklung ist auf die Ergänzung sowie den Ersatz von alter Bausubstanz durch verdichtetes Bauen zu setzen. Moderne, urbane Erscheinungsbilder dürfen und sollen Platz haben. Private Infrastrukturinitiativen sind zu unterstützen.
  • Die Bausubstanz im Stadtzentrum ist in ausgewogenem Verhältnis als Gewerbe- und Wohnraum zu nutzen.
  • Die Schaffung einer Fussgängerzone auf der Kirchgasse zwischen Bachstrasse und Marktgasse wird unterstützt. Sie soll der Belebung des Stadtzentrums dienen. Weitergehende Fahrverbote für den motorisierten Individualverkehr im Stadtzentrum sind strikt abzulehnen.
  • Bei der Zentrumsentwicklung ist nach dem Motto „klein aber fein“ auf einen Stadtplatz „Light“ am Square zu setzen, der sich optisch mit der angrenzenden Fussgängerzone optimal ergänzt. Das vom Volk genehmigte Projekt sieht genau dies vor. Die Aufwertung des Zentrums ist weiterhin mit grosser Priorität zu verfolgen.
  • Die Zentrumsplanung muss ganzheitlich die Situation vom Wilden Mann über den Square bis zum Bahnhof SBB (Bahnhofstrasse, Kreuzung Bahnhof-/Lindenstrasse) umfassen.
  • In Kloten ist mehr hochwertiger, attraktiver Wohnraum im mittleren bis oberen Preissegment zu schaffen. Dies übt eine Anziehungskraft auf finanziell potente Neuzuzüger aus.
  • Dem proaktiven Standortmarketing von Kloten sowohl für natürliche als auch juristische Personen ist mehr Gewicht und Professionalität zu verleihen.
  • Der heutige Internet-Auftritt der Stadt Kloten und ihrer Verwaltung wird ungenügend eingesetzt und wirkt besonders in der Mobile-Version unübersichtlich. Er ist einer optischen und inhaltlichen Auffrischung zu unterziehen und als modernes Kommunikationsmittel vermehrt einzusetzen (Internet-Marketing, Online-Schalter usw.).
  • Energetisch nachhaltiges Bauen mittels moderner Gebäudetechnik sowohl im Neu- als auch Renovierungsbau ist unbürokratisch zu ermöglichen und trägt unmittelbar zu einem effektiven Umweltschutz bei. Die Förderung von effizienten, realistischen Energiesparmassnahmen steht im Vordergrund. Im Einklang mit wirtschaftlicher Tragbarkeit ist dabei auch die Förderung erneuerbarer Energien voranzutreiben. Plakative und utopische Generalforderungen wie der sofortige Atomstromausstieg sind als nicht lösungsorientiert abzulehnen. Die sogenannte „Energiewende“ ist nach marktwirtschaftlichen Kriterien umzusetzen.
  • Das Kosten-/Nutzenverhältnis von reiner Öko-Symbolik wie die Weiterführung des bestehenden Energielabels ist kritisch zu hinterfragen.
  • Die Entwicklung der Sportinfrastruktur darf sich nicht bloss am Spitzensport orientieren, sondern muss vermehrt auch die Interessen des Breitensports berücksichtigen.
  • Das Bewilligungsprozedere für Veranstaltungen ist schlank und einfach zu gestalten.
  • Bei der Kultur soll sich das Wirken der öffentlichen Hand grundsätzlich auf koordinierende Aufgaben zwischen den kulturell tätigen Vereinen und den Kulturschaffenden beschränken. Ein aktives kulturelles Leben ist primär von eigenständiger, privater Initiative zu fördern.