FDP.Die Liberalen
Kloten
25.05.2017

Flughafen

Positionspapier FDP.Die Liberalen Kloten 2014-2018

Aktuelle Situation in Kloten
Die in den letzten Jahren erfolgte „Demokratisierung“ des Fluglärms hat dazu geführt, dass heute eine viel grössere Zahl von Personen in der Bevölkerung von Fluglärm betroffen ist. Gleichzeitig legt die immer strenger werdende Lärmschutzgesetzgebung ein enges Korsett um die Entwicklungsmöglichkeiten des Flughafens Zürich-Kloten, dessen internationale Konkurrenzfähigkeit damit auf eine harte Probe gestellt wird.

Kernbotschaft
Kloten steht als Standortgemeinde zu einem leistungsfähigen Flughafen mit internationaler Ausstrahlung und attraktiven Verbindungen.

Forderungen und Massnahmen

  • Dem Flughafen ist innerhalb der gesetzten Leitplanken die grösstmögliche Gestaltungsfreiheit zu bieten.
  • Die heutige Kapazität des Flughafens muss gewahrt bleiben. Bei ausgewiesenem Bedarf muss sie durch Optimierung der bestehenden flugbetriebssichernden Infrastruktur erweitert werden können, beispielsweise mit den zur Diskussion stehenden Schnellabrollwegen.
  • Bauliche Veränderungen am Pistensystem an sich sind grundsätzlich abzulehnen.
  • Aufgrund der grossen Tragweite soll das Stimmvolk des Kantons Zürich bei Vorliegen eines konkreten Projektes für Pistenverlängerungen in jedem Fall das letzte Wort haben. Das Referendumsrecht darf nicht nur bei positiven Entscheiden des Kantonsrates für einen Ausbau gelten, sondern ist auch auf ablehnende Entscheide des Kantonsrates auszudehnen.
  • Der Stadtrat von Kloten und die Flughafenverantwortlichen respektieren sich gegenseitig als Partner und kommunizieren und verhandeln auf Augenhöhe. Der Stadtrat vertritt hierbei die berechtigten Anliegen der Klotener Wohnbevölkerung genauso wie die Interessen der in Kloten angesiedelten Firmen und Betriebe.
  • Die heutige Nachtflugsperre von 23:00 Uhr, plus einer halben Stunde für Verspätungsabbau, bis 06:00 Uhr, stellt höchste logistische Anforderungen an den Flughafen und die Fluggesellschaften. Eine weitere Verlängerung der Nachtflugsperre ist strikt abzulehnen. Begründete Ausnahmebewilligungen für Starts und Landungen, die geringfügig ausserhalb der geltenden Betriebszeiten liegen, sind mit einer verhältnismässigen Toleranz und gesundem Menschenverstand zu erteilen.
  • Die Mehrheit der Flugbewegungen soll inskünftig aus Sicherheitsgründen wieder über möglichst dünn besiedeltes Gebiet führen. Dies bedingt die schrittweise Rückkehr zur Nordausrich-tung, auf die das heutige Pistensystem auch ausgelegt ist.
  • Den aviatikspezifischen Anforderungen und Besonderheiten wie Safety-First-Richtlinien sowie Witterungs- und insbesondere Windabhängigkeit (z.B. Ostanflüge bei starkem Westwind, Starts gegen Osten bei Biswind) ist gegenüber politischen Zielsetzungen stets Vorrang zu geben.
  • Bei der Beurteilung der Entwicklungsmöglichkeiten unter den heute gegebenen Rahmenbedingungen ist eine klare Prioritätensetzung vorzunehmen. Reine Transit-/ Umsteigerflüge sind zu minimieren. Die zumindest teilweise Auslagerung der privaten Geschäfts- und Kleinfliegerei an den über aviatische Infrastruktur verfügenden Standort Dübendorf ist zu prüfen.
  • Die Schaffung zusätzlicher Parkplätze am Flughafen ist zu unterstützen. In Spitzenzeiten und am Wochenende stehen heute zu wenig Parkplätze zur Verfügung.