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FDP.Die Liberalen
Kloten
Ortspartei Kloten
07.12.2017

Gemeinsam stark und bereit für die Zukunft

Im Dezember 2016 hat die bürgerliche Gemeinderatsmehrheit 50'000 Franken für die Rezertifizierung des Energiestadtlabels und 150'000 Franken für das Energieförderprogramm aus dem Budget 2017 gestrichen. Die Emotionen kochten hoch. Die zuständige Stadträtin Priska Seiler-Graf erhob den Mahnfinger, dass Kloten ohne das Label seine Vorbildrolle verlieren würde. Es brauche nur etwas Fantasie und guten Willen, um die nötigen Punkte für die Rezertifizierung zu erreichen. Es wurde so dargestellt, als gehe es um Sein oder Nicht-Sein. Trotzdem blieb es in den Folgemonaten ungewöhnlich ruhig. Vom Stadtrat war nichts mehr zu vernehmen.

Im Dezember 2016 hat die bürgerliche Gemeinderatsmehrheit 50'000 Franken für die Rezertifizierung des Energiestadtlabels und 150'000 Franken für das Energieförderprogramm aus dem Budget 2017 gestrichen. Die Emotionen kochten hoch. Die zuständige Stadträtin Priska Seiler-Graf erhob den Mahnfinger, dass Kloten ohne das Label seine Vorbildrolle verlieren würde. Es brauche nur etwas Fantasie und guten Willen, um die nötigen Punkte für die Rezertifizierung zu erreichen. Es wurde so dargestellt, als gehe es um Sein oder Nicht-Sein. Trotzdem blieb es in den Folgemonaten ungewöhnlich ruhig. Vom Stadtrat war nichts mehr zu vernehmen.

Vorstoss eingereicht

Dies veranlasste mich, wieder etwas Wind in die Thematik zu bringen und mit einem parlamentarischen Vorstoss konkrete Fragen zur weiteren Strategie zu stellen. Die Beantwortung durch den Stadtrat lag im Sommer vor und beinhaltete eine Auflistung an Vorhaben, die ohne Beibehaltung des Labels nicht umgesetzt werden können, darunter die Wärmeversorgung mit erneuerbaren Energien in Klotener Quartieren. Und jetzt finde ich genau dieses Energiethema im aktuellen Budget 2018 mit 50'000 Franken für das Hohrainliquartier. Gut so, weitermachen, mit oder ohne Label.

Labels sind nicht nötig

Meine persönliche Überzeugung ist , dass Kloten auch ohne administrativ aufgeblähte Papiertiger von Labels und Zertifikaten eine energetisch vorbildliche Stadt sein kann. Folgendes Zitat findet sich sogar auf der Homepage des Vereins «Energiestadt» in der Einführung zum Label Energiestadt: «Solange erfahrene und engagierte Exekutivmitglieder und Verwaltungsmitarbeitende in der Gemeinde arbeiten, bleibt die Energie- und Klimapolitik auch ohne Label verankert.» Anders gesagt: Guter Wille ist gefragt.

Thema breiter abstützen

Erfreulicherweise hat die erwähnte FDP-Interpellation beim Stadtrat zur Einsicht geführt, das Thema Energiestrategie breiter abzustützen, als im stillen Verwaltungskämmerlein daran herumzubasteln. Es wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt mit je einem Vertreter der Parteien, dem Stadtrat, der IBK und dem städtischen Energieberater. Dies mit dem Ziel, praxistaugliche und tragbare Massnahmen auszuarbeiten. Wir alle hatten in den letzten Monaten die Möglichkeit, unsere Sichtweise aufzuzeigen und gegenseitiges Verständnis zu schaffen. Die Resultate werden nun dem Stadtrat übergeben und in der Folge dem Parlament als Vorlage unterbreitet.

Wir von der FDP Kloten setzen uns ein für energetisch nachhaltiges Bauen mit moderner Gebäudetechnik sowohl im Neu- als auch im Renovierungsbau. Zusammen mit möglichst unbürokratischen Verfahren trägt dies unmittelbar zu einem effektiven Umweltschutz bei. Energieeffizienz in Haus und Haushalt ist eine sinnvolle Basis für eine verantwortungsvolle Energiestrategie. Die beste Energie ist diejenige, die wir nicht verbrauchen. Staatliche Subventionitis und Bevormundung des Bürgers sind der falsche Weg. Realistische, marktfähige Anreizsysteme führen am ehesten zu einem Umdenken der Gesellschaft. Dies braucht Zeit und grosse Investitionen in Gebäude, Maschinen- und Geräteparks. Das nötige Kapital wächst nicht auf den Bäumen, sondern muss erarbeitet werden.

Unternehmensgeist und Eigenverantwortung sind gefragt. Gemeinsam sind wir stark. In diesem Sinn wünsche ich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, eine besinnliche Adventszeit.

 

Peter Nabholz,

Gemeinderat FDP.Die Liberalen